Hautmalerei und Blickdiagnosen

Wer auf etwas andere Art und Weise Anatomie lernen möchte, sollte unbedingt im Wohnzimmer vorbeischauen. Die Gruppe Studi:Kunst eröffnete dort vergangenen Donnerstag ihre neue Ausstellung.
Gezeigt werden Fotos, auf denen »medizinische Hautmalerei« zu sehen ist. Beeindruckend detailgetreu sind anatomische Strukturen auf Hände, Gesichter, Oberkörper und Beine gezeichnet worden. Für die nötige Organisation hinter diesem Projekt sorgte die Projektgruppe Studi:kunst unter der Leitung von Jonathan Ehmig und Alina van Dieken. »Die erste Idee kam im November 2017 auf und wurde im Mai 2018 dann konkreter.«, erklärt Alina. In drei Treffen kamen Models, Zeichner*innen und Fotograf*innen zusammen und haben die Motive entworfen und festgehalten.

Knapp 80 Gäste kamen zur Vernissage ins Wohnzimmer und genossen bei Sekt, Orangensaft und einigen leckeren Snacks den Abend.
Zur Eröffnung der Veranstaltung sagte Prof. Hermann Haller einige Worte zu Krankheiten in der Kunst und führte uns eindrückliche Beispiele vor Augen, die vom Fußpilz eines Syphiliserkrankten bis hin zur Hypercholesterinämie der Mona Lisa reichten. Er ermunterte dabei die anwesenden Studierenden, beim nächsten Museumsbesuch selber das bereits gelernte medizinische Wissen zu testen und ein paar Blickdiagnosen zu wagen.
Umrahmt wurde die Vernissage musikalisch von Prof. Christian Mühlfeld, Henri Schulte und Alexandra Rajces.
Die Bilder hängen noch bis etwa Ende Februar 2019 im Wohnzimmer.

/lk